Wer in die Errichtung einer PV-Anlage investiert, bekommt zinsgünstige Kredite und Zuschüsse. Doch die richtige Förderung für einen zu finden, ist gar nicht so einfach. Viele Förderprogramme für PV-Anlagen oder Batteriespeichern sind auf bestimmte Bundesländer oder Kommunen beschränkt. Auch sind Förderungen meist an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie beispielsweise an der Betriebsdauer, der Leistung oder die Stromeinspeisung ins öffentliche Netz. Bundesweit gilt jedoch, dass man als Betreiber einer PV-Anlage Anspruch auf eine Einspeisevergütung für den Solarstrom hat, den man in das öffentliche Netz einspeist. Im September 2021 lag die Vergütung für PV-Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung bei 7,25 Cent pro Kilowattstunde. Tendenziell sinkt die Vergütung jedoch von Monat zu Monat. Neben der staatlichen Förderung von PV-Anlagen gibt es auch die Möglichkeit für den Betreiber, günstige Kredite in Anspruch zu nehmen. Die staatliche KfW-Bankengruppe beispielsweise hat zur Förderung von PV-Anlagen und Batteriespeichern spezielle Förderprogramme errichtet. Neben den reinen Anschaffungskosten können hierbei auch die Kosten für die Planung und Installation der Photovoltaikanlagen übernommen werden. Die Förderkredite haben Laufzeiten von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Der Jahreszins beträgt dabei im besten Fall 0,55 Prozent. Dies hängt jedoch sowohl von der Dauer der Zinsbindung als auch von der Bonität des Antragstellers ab. Wer Interesse an ein Förderprogramm hat, sollte sich vor dem Kauf einer Anlage an seine Hausbank wenden. Sie ermittelt die Bonität des Antragstellers und reicht den Antrag anschließend bei der KfW-Bank ein.

Eigenverbrauch als indirekte Einnahmequelle

Der Preis für Netzstrom liegt zurzeit bei ca. 30ct/kWh und ist im Vergleich zur Einspeisevergütung mehr als dreimal so hoch. Dementsprechend lohnt es sich, möglichst viel vom selbst produzierten Solarstrom auch selbst zu verbrauchen. Die Herstellungskosten von Solarstrom betragen ungefähr 10 Cent pro kWh. Je mehr Solarstrom selbst verbraucht wird, desto geringer ist folglich der Bezug zum Netzstrom. Auf diese Weise sinken die Energiekosten und die Anlagenbetreiber haben die Möglichkeit zu sparen. Dies ist vor allem für die Betreiber von Kleinanlagen von Bedeutung, denn für den Eigenverbrauch im privaten Sektor fallen keine EEG-Umlagen an. Betreiber von PV-Anlagen über 30 KwP müssen jedoch auf eigenverbrauchten Strom zusätzlich die EEG-Umlage entrichten.

Förderung von Batteriespeichern

Batteriespeicher sind eine sinnvolle Investition für die Zukunft. Durch die Solarspeicher lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom erheblich erhöhen. Auf diese Weise kann der Zukauf von teurerem Netzstrom für den Betreiber reduziert werden, was langfristig für stabile Stromkosten sorgt. Da das Interesse für die Batteriespeicher in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, gibt es für die Speicher inzwischen auch diverse Fördermöglichkeiten. So gibt es beispielsweise eine länderspezifische Förderung von Batteriespeichern. Grund hierfür ist, dass der gewonnene Solarstrom der Betreiber mittels Batteriespeicher kontrolliert in das öffentliche Netz eingespeist werden kann und somit für eine Stabilisierung der Netze sorgt. Die Förderung wird jedoch nicht in allen Bundesländern Deutschlands angeboten. Doch nicht nur in den Bundesländern, auch auf kommunaler Ebene wird das Thema Speicherförderung immer bedeutender. So gibt es inzwischen eine Reihe von Städten, die spezielle Förderprogramme für Batteriespeicher aufgelegt haben. Auch gibt es die Möglichkeit, bei dem Erwerb eines Batteriespeichers durch Banken wie die KfW mithilfe spezieller Kredite gefördert zu werden.

Photovoltaik-Förderung durch die KfW Bank

Die KfW-Bank ist in der Regel eine der ersten Anlaufstellen, wenn es um die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen und Stromspeichern geht. Sie bieten oft die günstigsten Kredite an und bietet somit sowohl privaten als auch gewerblichen Investoren die Möglichkeit, in eine PV-Anlage zu investieren-auch ohne Eigenkapitaleinsatz. Zudem ist es möglich für den Käufer, trotz eines KfW Bank-Kredites weiterhin zusätzliche Fördermittel von Behörden, Stiftungen oder anderen Anbietern in Anspruch zu nehmen. Somit ist eine Finanzierung über den vollen Anschaffungspreis der Photovoltaik-Anlage nicht zwingend notwendig. Ein weiter Vorteil eines KfW-Bank Kredites ist es, dass bei einem KfW-Kredit in der Regel eine sehr lange Zinsbindung auf recht niedrigem Niveau besteht. Als Kunde profitiert man somit von den verlässlich niedrigen Zinssätzen. Zudem besteht die Möglichkeit einer tilgungsfreien Zeit am Anfang des KfW-Darlehens- dies ist besonders dann von Vorteil, wenn ungeplante Nebenkosten bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage auftreten sollten. Ein möglicher Nachteil der Solarenergie-Förderung durch die KfW-Bank ist jedoch, dass in der Regel keine Sondertilgung in Anspruch genommen werden kann. Auch werden von der KfW-Bank keine Solarthermie-Anlagen oder die Anschaffung von gebrauchten PVV-Anlagen gefördert. Eines der wichtigsten Förderkredite der KfW-Bank ist das Programm 2270 „Erneuerbare Energien-Standard“ mit einem zinsgünstigem Förderkredit für Strom und Wärme. Mit dem Kredit kann die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Batteriespeichern und Photovoltaikanlagen mit bis zu 100 Prozent finanziert werden. Der Förderkredit 270 fördert zudem auch die Errichtung von Anlagen zur Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien.

Photovoltaik-Förderung durch die Bundesländer

Den Bundesländern steht es frei, eigene Fördermaßnahmen und Zuschüsse für PV-Anlagen oder Batteriespeicher aufzulegen. In der Regel gilt jedoch, dass mit dem Bau und der Installation der Anlagen erst nach Bewilligung der Förderung begonnen werden darf. Auch gilt, dass der Antragsteller im jeweiligen Bundesland wohnen bzw. seinen Firmensitz haben muss. Wichtig ist, sich vor dem Kauf einer PV-Anlage nach der Förderung zu erkundigen, da Fördermittel oft begrenzt und schnell ausgeschüttet sind. Auch gib es Unterschiede zwischen den Förderprogramme der einzelnen Bundesländer. Die meisten dieser Förderprogramme beziehen sich jedoch auf die Investition in einen Batteriespeicher, der in Kombination mit einer neuen PV-Anlage von dem Antragsteller installiert wird. Diese einzelnen Programme sind jedoch an spezifische Förderbedingungen geknüpft und sehr dynamisch.